Die Anteilnahme der Angehörigen

 

Als Angehörige/r oder FreundIn einer Person, deren Baby tot geboren wurde, fühlt man sich oft sehr hilflos und weiß nicht, wie man in der Situation reagieren soll.

 
Was kann man tun? Wie soll man sich verhalten?

 
• Geduld haben und da sein
• ein Geschenk zur Geburt überreichen, zur Geburt gratulieren
• die Eltern als Eltern und das Kind als Kind anerkennen
• über das verstorbene Baby mit seinem Namen sprechen; nach der Geburt (dem Gewicht, der Größe, dem Aussehen) fragen
• Verständnis für Erregung und „seltsame“ Reaktionen aufbringen
• zuhören, Verständnis und Anerkennung für die Trauer zeigen
• zum Reden ermutigen, aber nicht zwingen; Gesprächsbereitschaft signalisieren und sich immer wieder dieselbe Geschichte anhören
• auf scheinbar tröstende Worte verzichten, wenn diese in Wirklichkeit verletzend sind, z.B.: Das wird schon wieder! Die Zeit heilt alles Wunden! Er/sie hätte sowieso kein schönes Leben gehabt! Gott weiß, wozu es gut war! Gott weiß, was ihm erspart geblieben ist! Du hast ja noch Kinder! Du kannst ja noch Kinder bekommen! Es war ja noch kein richtiges Kind! etc.
• aussprechen, dass einem die Worte fehlen. "Mir fehlen die Worte!" bringt Sprachlosigkeit zum Ausdruck und hilft dem Trauernden mehr als Trostfloskeln oder Ratschläge.
• den Tagesablauf zu strukturieren, im Alltag unterstützen (kochen, putzen, Geschwisterkinder betreuen)
• auf ungewöhnliche Reaktionen achten (Schlafstörungen, Alpträume, Reizbarkeit, Isolation, vermehrtes Grübeln, Schuldgefühle usw.) und bei Bedarf psychologische Hilfe organisieren.

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